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Wadō-Ryū Karate
Die Bedeutung von Wadō ist gleichzusetzen mit der Weg des Friedens. Ryū bedeutet so viel wie Schule.
Prof. Hironori Ōtsuka, Begründer des Wadō-Ryū, kombinierte Karate mit Techniken des Jiu-Jitsu und verkürzte die Bewegungen und Stellungen.
Durch die Einflüsse des Jiu Jitsu sind die Bewegungen kleiner, die Stellungen kürzer und im Kumite (Wettkampf) werden vor allem Ausweichbewegungen geübt - aber auch direkte Konter sowie Hebel und Würfe werden angewandt. In der Kata (Schattenboxen) sind gegenüber Shōtōkan-Karatestil die größten Unterschiede festzustellen. Wado Ryū Katas haben ein leichteres, weniger kraftvolles Erscheinungsbild, sind ökonomisch in der Bewegung, verlieren dadurch jedoch nicht die Wirksamkeit in der Technik. Diesem Prinzip entsprechend liegt im Wado Ryū der Hauptakzent auf die Bewegung des Körpers.
1997 wurde Heinrich Reimer, Begründer und Leiter der Osake-Katate Abteilung, den 6. Dan im Wado-Ryu verliehen was ihn - zu diesem Zeitpunkt - zum höchstgraduierten Wado-Ryu-Karateka Deutschlands
machte.
American Karate System (AKS)
In Deutschland ist Andreas Modl (6. Dan) der ranghöchste Vertreter des AKS. Für Kumite und Kobudo fungiert Heinrich Reimer (7. Dan).
Die Grundtechniken des AKS sind denen des Wado-Ryu sehr ähnlich. Es werden auch die Begriffe des Wado-Ryu benutzt (also z. B. Jun-Tsuki statt Oi-Tsuki). Zusätzlich zu den klassischen Wado-Ryu-Techniken gibt es im AKS jedoch zusätzliche Techniken, die trainiert und geprüft werden; dieses sind v. a. Fußtechniken.
Die Selbstverteidigung ist die Hauptkomponente des AKS. Hierzu zählen Schlag- und Trittangriffe, Umklammerungen, Würgeangriffe, Handgelenksfassen, Reversfassen, Angriffe mit Waffen, Angriffe am Boden oder gegen die Wand. Im Prüfungsprogramm darf sich ohne Regeln - wie in der Realität - gewehrt werden; d. h. mit Schlägen, Tritten, Hebeln, Würfen, Würgern wie auch mit Waffen und Alltagsgegenständen. Dieses hat zur Folge, dass in Prüfungen Gegenstände wie Gürtel, Kugelschreiber, Kaffeebecher, Motorradhelme oder Bierkisten zum Einsatz kommen.
Zanshin-Jitsu
Zanshin-Jitsu ist der Name eines von Sensai Heinrich Reimer 1991 begründeten Selbstverteidigungssystems. Dieses lehrt Reimer seit den Neunzigern in seinem Verein Osaka Lüneburg.
Zanshin-Jitsu besteht aus Elementen des Karate und des Jiu-Jitsu. Des weiteren gehören auch Elemente anderer Kampfkünste, die Reimer im Laufe seiner seit 1968 andauernden Kampfkunstlaufbahn kennengelernt hat, zum Zanshin-Jitsu.
Bevor Reimer das Zanshin-Jitsu begründete, war er bereits Danträger im Wado-Ryu. Heute unterrichtet Reimer neben Zanshin-Jitsu auch noch Wado-Ryu, American Karate System (AKS) sowie Kobudo. Heinrich Reimer, 6. Dan Wado Ryu und 7. Dan AKS, leitet das Kumitetraining im AKS.